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Warum wir unseren Partner bekämpfen

Neulich in einer meiner Beratungen wurde ich an ein altes Thema von mir selbst erinnert, das ich vor langer Zeit hinter mir lassen durfte. Ja, auch ich habe früher in Beziehungen gekämpft - und auch meinen Partner bekämpft. Warum können wir nicht einfach Liebe genießen, sondern müssen bekämpen? Es ist meist ein alter, innerer Schmerz, den wir in uns tragen und der uns emotional und dadurch gedanklich fehlsteuert. Die Ursache des Ganzen ist daraus entstehendes Gefühl der Hilflosigkeit und auch Angst. Angst, vielleicht zu viel von sich und den eigenen Gefühlen preiszugeben und diese dann benutzt zu erfahren; aber auch Angst, verlassen zu werden: Angst, im eigenen Stolz verletzt zu werden; Angst vor einer möglichen Demütigung, deren Auslöser schon eine kleine Missachtung des Partners hervorgerufen werden kann. Zum Beispiel eine wesentlich später beantwortetende SMS, eine Absage oder Verschiebung eines Treffens oder eine Ablehnung unserer Person, unserer Art oder auch eines Charakterzuges.

Dahinter steckt meist unsere Verlustangst - selbst wenn wir nach außen diese ungern zeigen oder gar bewusst verstecken. Wir verbinden hier meist eine negative Erfahrung oder mehrere Erlebnisse aus unserer Kindheit, in der wir Ablehnungen erfahren haben oder wir abgelehnt wurden, meist von unseren Eltern, und dies emotional nicht verarbeitet haben. Dieser alte, tief sitzende Schmerz trifft uns später besonders hart in Liebesbeziehungen. Weil wir hier so verwundbar sind. Dann kommt genau dieser schmerzende Stich hoch, jedoch ist uns die Verbindung von der alten zur neuen Situation meist nicht bewusst.

Dieser schmerzvolle Stich ins Herz wird von unserem Verstand dann auch noch gefördert. Denn unser Verstand ist unser bester Freund: er sucht und sucht in der Vergangenheit einer nach weiteren Bestätigung, um uns in unseren Gedanken zu unterstützen - und um uns in diesem Gedanken zu bestätigen. Unser Denker ist objektiv, er spielt uns in die Karten, denn er ist immer auf unserer Seite. Er ist kein neutraler Berater, er möchte uns helfen. So sind wir meist weit entfernt von der realen Situation.

Gesteuert von unserer eigenen Wahrnehmung und der Bestätigung unseres Denkers befinden wir uns in einem spiralförmig wachsenden Schmerz. Und der muss aufhören, am besten sofort. Somit versuchen wir, ein Gegengewicht zu unserem Schmerz zu schaffen. So erfolgen die Gedanken an eine Bestrafung, die wir dann leidvoll umsetzen: wir rufen unseren Partner bewusst nicht zurück. Wir strafen ihn durch Schweigen oder negative Reaktionen. Wir sagen Treffen ab, wir halten uns nicht mehr an Absprachen. Wir konfrontieren ihn mit seinen eigenen Schwächen. Ja, wir möchten ihn leiden sehen, wir möchten, dass er unseren Schmerz ebenfalls spürt und vielleicht auch noch verletzt reagiert. Wir möchten ihm über diesen Schmerz auch beibringen, dass er doch bitte in Zukunft anders mit uns umgehen soll!

Danach fühlen wir uns zwar nicht besser, nur etwas befreiter, jedenfalls kurzfristig, jedoch hält es nicht lange an. Wenn daraufhin noch eine Liebesbekundung seitens unseres Partners erfolgt, fühlen wir uns sogar noch schlechter. Dann entschuldigen wir uns, wenn wir uns selbst durchschauen. Manchmal sind wir dann besonders freundlich zu unserem Partner. Aber manchmal bekommen wir erst nach etlichen Wiederholungen die innere Kurve. Weil wir ihn dann direkt hinterfragt haben, weil wir es zugelassen haben, von unserem Schmerz überrannt zu werden.

Wir haben jederzeit die Chance, aus diesem Kreislauf herauszukommen und zwar, wenn wir verstehen, dass unser Partner nicht für unseren Schmerz als auch für unser Lebensglück verantwortlich ist. Wenn wir ihn als eigenständiges Individuum wahrnehmen und verinnerlichen, dass er frei in sich sein darf und somit auch mal Prioritäten verschieben darf, wenn es die Umstände erfordern. Das er nicht durch seine Präsenz und Worte Sicherheit vermitteln muss und kann, damit es uns gut geht. Dass er jederzeit gehen könnte, er aber gar nicht daran denken mag, weil er mit uns glücklich ist. Dafür können wir die Voraussetzungen in uns selbst schaffen. Das bedeutet auch, unseren eigenen Schmerz von damals bewusst anzugehen und zu heilen.

Eine glückliche Beziehung fängt zu allererst bei uns selbst an. Wenn wir gut zu uns selbst sind und zufrieden mit dem, wer wir sind und damit, was wir leben - sei es im Inneren, sei es beruflich, sei es in unserem Umfeld - wenn wir frei sind von einem inneren Schmerz, dann gibt es keinen Grund zu kämpfen.

Die Beratung hat mich an eine Zeit erinnert, in der ich noch unfrei war. Heute weiß ich, was es bedeutet, in sich frei zu sein und eine Beziehung genießen zu können. Wieviel Lebensqualität ich nun habe ohne diesen Schmerz, ohne Verlustangst. Lassen Sie es mich als eine Art Grundgefühl in der Liebe benennen, dass uns auch immer wieder zeigt, wer wir selbst sind und das wir uns selbst genug sein können.

Sehr gerne helfe ich Ihnen dabei, wenn Sie sich in diesem Beitrag wiedergefunden haben. Stöbern Sie auch gerne hierzu unter meinen Buchempfehlungen.
Wann ist ein Mann jetzt eigentlich ein Mann?

Wer sind die Männer heutzutage und welche Rolle möchten sie einnehmen?
In meinen Beratungsgesprächen wird immer mehr deutlich, ist, dass sie selbst sich eine neue Wahrnehmung wünschen. Jedoch wissen sie selber nicht, wie sie sich eigentlich genau sehen möchten.
Männer möchten Gefühle zeigen, diese jedoch nicht benutzen lassen. Ist das Herz erst einmal wieder gebrochen, fällt es ihnen wesentlich schwerer, sich bei der nächsten Dame wieder emotional auf vergleichbarer Ebene zu öffnen.
Männer möchten inzwischen immer mehr ihrer selbst wegen geliebt werden. Jedoch gibt es hier ein Problem: wo befindet sich der schmale emotionale Pfad zwischen noch männlich und noch nicht weiblich - ohne sich dabei zum Kasper zu machen?

Ganz auf sich gestellt müssen sich Männer nun den Weg zum empathischen Partner mühsam und allein gestalten. Gehetzt von dem Gedanken, nicht aufgrund ihrer beruflichen Karriere begehrt zu werden, werden die Damen quasi geprüft auf finanzielle Selbständigkeit und emotionale Stärke. Die Damenwelt reagiert hierauf teilweise ganz schön überfordert. Was ich meinen männlichen Klienten hier gerne anrate:

Lass es zu, du selbst zu sein.
Verstecke dich weder hinter deinem Beruf noch hinter deinen Gefühlen.
Werde echt!
Lass dir Zeit, einen neuen Menschen in dein Leben zu lassen - aber nicht um zu prüfen, sondern sich richtig kennenzulernen.
Sprich über das, was du denkst, vor allem sprich es dann aus, wenn es dich berührt!
Traue dich von Tag zu Tag mehr, über deine Gefühle offen zu sprechen und was es mit dir macht.
Reflektiere kurz vorher, wie du deine Gedanken darüber selbst aufnehmen würdest. Vertraue dich an und bleibe dabei in einem gesunden Selbstschutz. Denn der gehört einfach mit dazu.

Es könnte alles so einfach sein, würden wir uns trauen, wir selbst zu sein. Verstrickt zwischen eigenen Glaubenssätzen, Prägungen und Fremderzählungen bahnen sich beide Geschlechter den Weg langsam zu uns selbst. Wir sind die erste Generation, die Liebe leben darf. Es hat uns nur keiner beigebracht, echt zu sein. Sondern angepasst, nett, mit Vorsicht vor anderen.

Wer doch ein bisschen auf den Geschmack gekommen ist und in der Selbstfindung etwas für sich tun möchte, empfehle ich die Existenzanalyse. Dieses Therapieverfahren hat das Ziel, den Klienten zu einem geistig und emotional freien Erleben, zu authentischer Stellungnahme und zu eigenverantwortlichem Umgang mit sich selbst und ihrer Welt zu verhelfen. Kontakte zu qualifizierten Therapeuten finden Sie unter: www.therapeuten.de

Oder starten Sie morgen Ihren Tag mit dem Satz: Heute bin ich echt.

Haben Sie keine Angst davor, was Sie erwartet. Es kann Sie nur in Ihre eigene innere Freiheit führen.

Einen schönen Tag mit viel innerer Freiheit wünsche ich Ihnen!

Und wann findet die Liebe statt?

In unserer Gesellschaft, in der doch es eigentlich ein Leichtes sein sollte, Familie und Selbstbestimmung unter einen Hut zu bekommen, erleben wir gerade unter den prominenten Paaren, das dies wohl gar nicht so einfach ist. Doch woran liegt es, das Paare scheitern - selbst dann, wenn alle finanziellen Gegebenheiten vorhanden wären?

Lassen Sie uns einen Rückblick in alte Beziehungsmuster unserer Eltern und Großeltern wagen. Hier waren die Rollen innerhalb einer Beziehung klar verteilt. Der Mann als Versorger, die Frau als Hausfrau und Mutter. Das ist bekannt.

Doch die reine Versorgerrolle beim Mann gibt es nicht mehr. Dazu haben die Frauen bezüglich berufliches Vorankommen fast aufgeholt. Das sie noch nicht das Gleiche verdienen, ist bereits in der Politik angekommen. Die Fauen heutzutage haben dank Alice Schwarzer die einseitige Rolle abgelegt und widmen sich neben der eigenen beruflichen Karriere ihrer Selbstfindung in Selbstliebekursen. Bei den Männern steht dies noch aus. Zu sehr haben sie ihren Selbstwert über das Berufliche bezogen, nun dürfen sie in Sachen "sich selbst zu spüren" nachziehen. Das fällt schwer und tut manches Mal auch weh. Frauen belegen Kurse, in denen sie frei über ihren Schmerz sprechen, malen und singen können, und wenn das nicht hilft, ist der Besuch beim Therapeuten in der Gesellschaft anerkannt.

Der Spagat für beide Seiten zwischen Liebe, Selbstverwirklichung und Selbstfindung ist somit heutzutage kein einfacher. Denn wenn wir die klassischen Rollenverteilungen außer acht lassen, dann haben wir innerhalb einer Beziehung zwei Menschen, die jeweils aus einem Mix aus weiblich und männlich bestehen. Macht also vier Personen, die sich innerhalb einer Beziehung finden dürfen. Ein interessanter Gedanke.

Aber ist es klug, Karriere mit Männlichkeit zu definieren? Und dürfen nicht auch Frauen Karriere machen, gelten sie doch immer noch dabei als egoistisch?

Ich denke, es geht doch vor allem darum, sich zu zweit für eine gemeinsame Beziehung und Zukunft zu entscheiden - auf beiden Seiten. Das mal der eine und mal der andere erfolgreich und auf der Selbstsuche ist bzw. sein darf. Doch um eine Beziehung am Leben zu behalten, gilt es doch, sich auch immer wieder gemeinsam rückzukoppeln. Das bedeutet: reden! Sodass beide erkennen können, wo denn gerade beide stehen und wie die Weichen innerhalb der Partnerschaft gestellt sind. Sind beide zufrieden, und wenn nicht, was kann jeder einzelne dafür tun, dass es beiden Partnern gut geht? Was braucht eigentlich der jeweils andere Partner gerade in seiner Lebensphase?

Wenn keine Reflektion innerhalb einer Beziehung mehr stattfindet, keine Gemeinsamkeiten oder nur noch wenige davon, ist der Weg in Richtung Trennung vorbestimmt.

Nur das gemeinsame Entscheiden, was für das Paar sindvoll ist und nicht nur die Suche nach uns selbst, kann die Basis sein. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus. Nur wenn beide darauf losrennen, kann der Weg schnell auseinander driften. Und dann heißt es: "Wir haben uns auseinandergelebt". Eine inzwischen gängige Flosskel, die gerne dafür benutzt wird, um nicht auf die eigenen Pfade blicken zu müssen.

Du hast Liebeskummer und dich betrifft genau diese Situation? Oder du hast ein anderes Beziehungsproblem und du wünschst dir eine auf dich zugeschnittene Telefonberatung? Kontaktiere mich gerne und buche dir deine persönliche Beratung.

Liebe Grüße,
Silke

Silke Setzkorn
mein-liebescoach.de
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