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Wenn der Partner nicht gut mit uns umgeht

Als ich den Titel dieses Blog-Eintrags formulierte, fragte ich mich natürlich auch: warum lassen wir es zu, dass mit uns schlecht umgegangen wird? Sind es Prägungen aus der Kindheit und somit zum Beispiel Ängste, den Partner zu verlieren? Sind es antrainierte Verhaltensmuster, auch aus der Kindheit, in der wir unsere Eltern nicht so einfach mal verlassen konnten? Sind es vorgelebte Muster seitens eines Elternteils, meist der schwächere Part, der nicht ging?

Ja, das alles könnte einer der Gründe sein. Vielleicht auch in Kombination. Nährboden hierfür ist sicher die Kindheit mit all ihren Prägungen, dazu kommt meist ein noch nicht entwickeltes Selbstwert.

"Wenn ich ihm drohe zu gehen, dann ist er lieb. Sobald alles wieder beim Alten ist, ignoriert er mich und meine Wünsche. Teile ich sie ihm mit, teils unter Tränen, kann es passieren, das er mich sogar hämisch auslacht. Trennen möchte mich nicht, denn es gibt auch schöne Zeiten. Da ist dieses "böse Gesicht" von ihm nicht da. Aber es kommt immer wieder. Langsam kann ich es nicht mehr ertragen."

Wenn wir in einer solchen Situation stecken, sind wir das meist nicht ganz freiwillig. Denn niemand, der ein gesundes Selbstwert besitzt und bei klarem Verstand ist, würde dies einen Tag lang mitmachen. Hier könnten wir davon sprechen, dass der Partner wohl einen Elternteil wiederspiegelt, der nun innerhalb der Partnerschaft die Rolle des "Aggressors" übernommen hat. Der Wunsch, den Vater oder die Mutter zu knacken, wird am passiv-aggressivem Partner versucht. Diese Versuche werden nicht gelingen.

Komischerweise hat sich herausgestellt, das, wenn die Dame ihr eigenes Profil entwickelt, sich das Miteinander positiv drehen kann. Denn der Mann (in meinem Beispiel) hat den Respekt vor der Partnerin verloren und lebt selbst ein altes Thema ab - die Demütigung der (bösen) Mutter. Das bedeutet übersetzt: wenn sie ihr Profil lebt, kann er sie (wieder) sehen. Wenn sie zu lieb ist und nicht authentisch, wird Schmerz ausgelebt.

Manchmal ist eine Trennung sinnvoll, gerade dann, wenn wir merken, dass wir unser eigenes Thema noch nicht verarbeitet oder angegangen haben. So geraten wir stets in Wiederholungen, der Partner kann mit uns machen, was er will. Vorausgesetzt, wir lassen es zu. Zu lieb zu sein bedeutet, kein eigenes Profil zu haben, nicht echt bzw. manipulativ auf den Partner zu wirken. Häufig ist Respektlosigkeit die Antwort.

Heilung kann nur erst einmal in uns selbst passieren. Indem wir zum Beispiel unser eigenes Muster sowie das des Partners erkennen, anpacken und auflösen. Hilfreich kann hier eine Paartherapie sein, die beide Seiten betreut. Es kann mit Einzelsitzung eines Parts ergänzt werden.

Das passiert alles unbewusst. Denn wenn wir uns verlieben, kommt kurz danach der Moment der Wahrheit. Alte Kindheitsthemen können durchbrechen und unsere Beziehung, unser Miteinander bestimmen.

Was macht es aber letztendlich aus, dass die Atmosphäre sich verändern kann?

Wie oben schon erwähnt, ist das eigene Profil wichtig. Wenn wir im eigenen Selbstwert sind, dann können wir startende Situationen bereits abbremsen, sodass sie gar nicht richtig entstehen können. Unser gesunder Selbstschutz greift, er zeigt uns, dass hier Grenzen überschritten werden. Es fühlt sich falsch und auch schmerzhaft an. Aber bevor es tiefer gehen kann, melden wir uns, setzen Grenzen und machen den Partner darauf aufmerksam.

Hilft das alles nicht, dann ist eine Trennung die einzige Lösung. Aber nicht nur für kurze Zeit. Eine on/off-Konstellation hat zu wenige und zu kurze Pausen, dass wirklich im anderen als auch in einem selbst etwas entstehen kann an Wachstum, Erkenntnissen und auch Heilung. Ein Abstand von ein bis zwei Jahren ist meist sinnvoll, hängt aber auch ganz individuell von der jeweiligen Beziehung und dem Stand der Entwicklungen der einzelnen Partner ab.

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Liebe Grüße,
Silke

Silke Setzkorn
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