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Wir brauchen wieder mehr Verbindlichkeit in unser Beziehung

Wir leben in einer Gesellschaft der unendlichen Möglichkeiten - auch in der Liebe. Bei Streit in der Beziehung ist per Mausklick ein neuer potentieller Partner schnell gefunden, jedenfalls die Möglichkeit eines Kennenlernens. Aber ist es wirklich das, was uns glücklich oder innerlich zufrieden macht?

Immer mehr tragen die Menschen Angst in sich, schnell ausgetauscht zu werden. Bevor der Partner entfleuchen kann, ist der andere schnell wieder mit Blick im außen unterwegs. So jedenfalls die gängige Meinung aus zahlreichen Berichten oder entsprechend den Erfahrungen aus meinen Beratungen. Oder sei es die Angst des Partners, dass der andere genau das tut.

Auch ich erlebe dieses Vorgehen immer wieder in meinem Umfeld bzw. in meinen Beratungen. Kaum steht es mal in der Beziehung auf Messers Schneide, ist schnell jemand neues aktiviert. Aber eines kommt immer wieder dabei heraus: es lohnt sich meist nie. Denn wir haben nach vielleicht einem halben Jahr Honeymoon und Leichtigkeit wieder den Blick auf unsere Themen in der neuen Partnerschaft, die wir aus der verherigen mitgebracht haben. Das bedeutet nicht, dass jeder neue Partner schlecht ist. Jedoch scheitern Beziehungen meist an den eigenen Themen - und das gegenseitig. Vorrangig an der eigenen Verlustangst, also die Angst, verlassen zu werden. Oder dass man sich nicht traut, man selbst zu sein, sich somit eher verbiegt und es dann doch nicht durchhalten kann - und daraufhin lieber geht. Oder dass man Angst hat, sich auf den anderen wirklich emotional einzulassen. Wenn es dann doch passiert, flüchtet man, aus Angst, verlassen zu werden. Manch anderen ist es dann doch zu kompliziert, sich mit der Partnerschaft auseinanderzusetzen oder mit den Themen des anderen. Also: weg.

Dieses Energiefeld füllt und füllt sich, sodass sich heutzutage zwei Menschen schon eher im überzogenen Selbstschutz nähern. Verbindlichkeit in der Anfangsphase zu finden unter zwei Menschen, die sich neu begegnen, ist kaum noch aufzufinden. Ist man doch eher mit einem Fuß auf dem Sprung, um beim etwaigen Scheitern doch schneller sein zu können als der andere.

Was tun, sprach Zeuss

Die Treue in Beziehungen fängt nur bei uns selbst an. Wir spiegeln sie nicht nur in Partnerschaften, sondern auch in anderen Bereichen zum Beispiel Handyverträgen, Arbeitsverträgen oder Bankkonten. Immer auf den eigenen Vorteil bedacht, immer auf der Überholspur. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Firma, ein Handyanbieter oder eine Bank Raubbau mit ihren Konditionen und somit mit unserem Bankkonto betreibt. Das permanente Wechsenl führen jedoch generell zur Verschlechterung von Angeboten - aufgrund von billig, billiger am billigsten. Das bekommen wir dann auch. Ähnlich ist es in der Partnerschaft. Je unverbindlicher wir uns zeigen, umso unverbindlicher geht der andere auf uns ein - schon allein aufgrund von emotionalen Vorsichtsmaßnahmen.

Das, was ich ausstrahle, so, wie ich mich verhalte, das registriert der andere. Er kann und vor allem er wird sich automatisch demensprechend ähnlich verhalten - an Unverbindlichkeit.

Ich kann Verbindlichkeit sicher nie vom anderen einfordern. Aber ich kann mich selbst verbindlich verhalten und es mir vom anderen wünschen. Damit schaffe ich die Voraussetzung, Verbindlichkeit zu bekommen.

Aber wie verhalte ich mich, wenn ich verbindlich bin, mein Partner dies aber nicht erkennen mag aufgrund seiner eigenen Ängste?

Mein Tipp und meine eigene Erfahrung: dranbleiben.

Legen Sie ein Bewusstsein auf Ihre eigene Verbindlichkeit und sprechen sie diese Ihrem Partner gegenüber an. Spiegeln Sie sie sich selbst in Form von Beispielen.

Lenken Sie das Bewusstsein Ihres Partners von seinen verbalen Angriffen oder negative Emotionen auf den Ursprung - seine Angst. Nur so kann er sie erkennen.

Bleiben Sie sachlich und doch klar in Ihren Äußerungen.

Grenzen Sie sich ab bzw. setzen Sie Grenzen, wenn Sie merken, dass das Gespräch eine negative Eigendynamik annimmt.

Zeigen Sie Liebe, aber verbiegen Sie sich bitte dabei nicht, um es dem Partner recht zu machen. Sonst lernt er nie, in die Selbstverantwortung gehen zu müssen.

Verlustangst ist ein ganz großes Thema in der heutigen Zeit. Aber nur jeder kann bei sich selbst anfangen, sich wieder verbindlich zu zeigen. Sodass der Partner keinen Anlass bekommt, an Ihrer Liebe und Treue zu zweifeln.

Seien Sie vor allem echt.

Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihre Silke Setzkorn
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